Performance Culture in Organisationen
Wie schöpfen Organisationen ihr volles Leistungspotenzial aus? Managerinnen und Manager greifen zu Appellen, setzen auf Kennzahlen, justieren Anreize. Das alles wirkt – aber nur bis zu einem Punkt. Der Hebel, der den größten Unterschied macht, ist auch der schwierigste: die Kultur.
Performance Culture aus der Metaplan Perspektive
Das Problem mit Kultur ist: Sie entsteht organisch. Man kann zwar Kulturprogramme auflegen und Kampagnen z.B. für eine bessere Fehlerkultur fahren. Doch am Ende ist die Kultur einer Organisation die Summe an alltäglich getroffenen Entscheidungen, wie Mitarbeitende „halt ihren Job machen“. –Sie finden finden Abkürzungen, lösen Widersprüche auf, oder regeln Probleme, die offiziell gar nicht exisitieren.
In diesen Alltagslösungen stecken die Performance-Bremsen – aber auch die -Ermöglicher: die eingespielten Routinen, das informelle Wissen, die ungeschriebenen Regeln, die dafür sorgen, dass Dinge funktionieren – manchmal trotz der offiziellen Prozesse.
Das macht Kultur zum entscheidenden, aber schwer greifbaren Hebel. Wer mehr Leistung will, kommt nicht daran vorbei. Aber direkt gestalten lässt sie sich nicht. Die Frage ist: Wie schafft man die Bedingungen, unter denen sie sich in die richtige Richtung entwickelt?


Drei Seiten der Organisation
Die Antwort liegt auf der formalen Seite der Organisation. Prozesse, Hierarchien, Zielbestimmungen – das sind die Strukturen, deren Befolgen oder Nichtbefolgen darüber entscheidet, ob jemand Teil der Organisation bleibt. Sie sind der stärkste Hebel, weil sie das tatsächliche Verhalten formen.
Davon zu unterscheiden ist die Schauseite: die Erzählung, die eine Organisation über sich selbst pflegt. Mission Statements, Leitbilder, Selbstverständnisse. Viele Organisationen versuchen, über genau diese Erzählungen ihre Kultur zu verändern. Doch das funktioniert nur als Verstärker – und auch nur dann, wenn die formale Seite in dieselbe Richtung zeigt.
Die formale Seite sagt, wie Mitglieder handeln müssen. Die Schauseite erklärt genauer, wieso.
Wie gelingt das gezielte Verändern?
Organisationsverantwortliche versuchen aus Gründen es lieber zuerst über Kommunikationsmaßnahme. Eingriffe in die Formalstruktur sind heikel. Wer Prozesse verändert, Ziele neu setzt oder Hierarchien umbaut, greift in ein laufendes System ein. Manche Maßnahmen entfalten die gewünschte Wirkung – andere kommen mit überraschenden Nebeneffekten.
Deswegen ist es viel schwieriger, als manche Management-Konzepte behaupten, neue Lösungen zu implementieren. Jede Organisation ist einzigartig. Sie hat eine eigene Geschichte, aus Konflikten, gescheiterten Ideen und Heldensagen. Es gibt jeweils andere kollektive Erfahrungen, welche Art des gemeinsamen Arbeitens funktionieren und welche nicht.
Nimmt man die Hebel des Managements in die Hand, muss man sich fragen: Welches Problem löse ich durch diese Veränderung? Und was handle ich mir ein?
Performance Culture organisieren: Das Whitepaper
Das Whitepaper Performance Culture geht genau hier tiefer: Welche Hebel erzielen welche Wirkung, Folgen kann man erwarten? Eine unschätzbare Quelle für alle, die verstehen wollen, was Kultur und Leistung wirklich miteinander verbindet.


Performance Culture entwickeln
Am 22. und 23. Oktober bauen wir auf die hier erläuterte Theorie mit Praxis auf. Teilnehmerinnen und Teilnehmer können eigene Fälle mitbringen und mit Metaplaner:innen diskutieren: Wie gelingt die Entwicklung von Performance Culture?
Wie unterstützen wir unsere Kundinnen und Kunden?
Wir ermöglichen einen Diskurs darüber, was in Ihrer Organisation als Leistung gilt – und welche Strukturen dieses Verständnis prägen.
Mithilfe unserer organisationstheoretischen Werkzeuge legen wir offen, wo die eigentlichen Performance-Bremsen und -Ermöglicher in Ihrer Organisation stecken.
Wir bringen keine fertigen Management-Konzepte mit dem Versprechen universeller Wirksamkeit. Wir prüfen gemeinsam, welche Maßnahmen zu Ihrer Organisation passen – und welche Folgen sie haben.
Und wir begleiten den Prozess, in dem aus Diskurs Entscheidungen werden. Unsere Perspektive nimmt die Akteure so ernst, wie den Rahmen, in dem diese agieren.
Sie interessieren sich für
Performance Culture?
Kontaktieren Sie uns. Wir freuen uns auf die Arbeit mit Ihnen!

